Sonntag, 30. August 2009

Ausflug zum Jungfraujoch

Wir haben das Sommerwetter genutzt und waren mit Marcos Vater, seiner Frau und ein paar Freunden auf dem Jungfraujoch. Da wir nicht schon am Freitag Abend bis zur kleinen Scheidegg reisen konnten, weil dies bedeutet hätte, dass wir gegen Mittag in Zürich hätten abreisen müssen (die Fahrt dauert über 3 Stunden und die letzte Bahn hoch fährt um 18:00 Uhr...), erwägten wir stattdessen am Samstag früh mit der ersten Verbindung hochzufahren... das hätte geheissen um 5:00 Uhr auf den Zug... Doch Marco hatte im letzten Moment die rettende Idee: Am Freitag Abend bis Interlaken fahren, dort zelten und am Samstag Morgen das letzte Stück fahren.

Das haben wir gemacht und ich war ganz aufgeregt, weil ich so noch nie zelten war. Ich fand es richtig cool, obwohl auf dem Campingplatz eine riesige, feige Dogge dauernd gewinselt hat und in einer nahen Festhalle RambaZamba bis um 3 Uhr morgens war.

Am Samstag sind wir also hoch. Aus dem Zug, Gepäck ins Hotel geschmissen und gleich weiter rauf zum Jungfraujoch. Dort sind wir über den Gletscher bis zur Mönchsjochhütte gelaufen. Jeder Schritt fühlte sich wie 10 Schritte an und mein Kopf tat weh. Im Restaurant vertilgten wir fettige Käseschnitte-Suppen, Kaffe-Lutz, Holdrio und die offerierten Schnäpse... Marcos Vater und sein Kumpel unterschrieben als bekannte Bergsteiger die Schweizerfahne (nein - nicht unsere Alkoholfahne... ;o) und wir machten uns auf den Rückweg.

Im Zug bin ich eingeschlafen und hoffte, dass meine Kopfschmerzen dadurch nachlassen würden. Aber zurück im Hotel ist mein Kopf fast implodiert und das schlug mir auch auf den Magen. Ich quälte mich nicht lange... und kniete mich vor den Porzellanaltar, wo ich *tschuldigung* kotzte, was der Magen hergab. Und das war: fettige Käseschnitte-Suppen, Kaffe-Lutz, Holdrio und die offerierten Schnäpse... (heheheeee... ich hab grad Superspass mit mir selber). Ich lag ca. 5 Stunden flach doch ein spendiertes Panadol half und mit dem Kopfschmerz verschwand auch die Übelkeit. HÖHENKOLLER! Marco hat sich rührend um mich gekümmert, wiederholt nach mir gesehen und mir Suppe, Brot und Tee aufs Zimmer gebracht (welche ich mir dann nicht nochmal durch den Kopf gehen liess... ;o).

Am nächsten Tag sind wir alle zusammen auf einen kleinen Berg gleich neben dem Hotel gestiegen. Nach dem Abstieg und dem Mittagessen löste sich die Gruppe langsam auf und wir machten uns auf den Heimweg.

Ein ereignisreiches Wochenende! Und die Moral von der Geschicht: Wer zu eilig in die Berge steigt, später in die Toilette schreit. ;o)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen