Über die Osterfeiertage war ich mit Marco in Barcelona. Anfänglich hatten wir einige Schwierigkeiten eine Unterkunft zu finden und die Couchsurfer-Community in Spanien fokussiert sich leider allzuoft auf junge, attraktive Frauen... nicht gerade die Idee von der Sache. Als dann auch noch das Wetter schlecht wurde, war die Laune so ziemlich im Eimer. Doch wir rappelten uns wieder auf und bekamen schliesslich doch noch Gelegenheit unsere erste Couchsurfing Erfahrung zu machen. Wir wurden für die letzten beiden Tage von einem spanischen Pärchen, welches etwas ausserhalb von Barcelona lebt, eingeladen. Die beiden zeigten uns einen Tag lang die ganze Umgebung von den Hügeln bis zum Strand und auch Girona, eine Stadt, die im Gegensatz zu Barcelonas Touristenhektik angenehm normal und sauber war - und das alles mit dem 3 Monate alten Baby im Schlepptau!

Im Gegensatz zu Rom sind Barcelonas Dimensionen etwas kleiner, was es aber leichter macht, den Überblick zu behalten und die interessanten Orte in vernüftiger Zeit zu erreichen - allenfalls auch zu Fuss.
Samstag, 11. April 2009
Ankunft im Flughafen und Transfer in die Stadt. Mit dem Tramper auf dem Rücken suchen wir nach einer Unterkunft und können schliesslich etwas am Stadtrand finden. Also kaufen wir uns einen 5-Tagespass für die Zone 1, was sich als sehr nützlich herausstellte. Wir freuten uns auf unser erstes traditionell spanisches Abendessen und bekamen von der Rezeptionistin einen Insidertip. Obwohl wir nach der Hin- und Herrennerei mit schwerem Gepäck sehr müde sind, gehen wir dieses Restaurant suchen, welches sich dann aber leider als sehr billig auf allen Ebenen entpuppt. Ich würde es als Esshalle bezeichnen, beleuchtet durch kalte Neonröhren, dekoriert mit verstaubten Plastikblumen. Die Bedienung ist superlangsam, das Essen an der Grenze zum Geniessbaren... wir sind enttäuscht und hoffen, dass uns die Rezeptionistin nicht darauf anspricht, um nicht mit einem Lächeln im Gesicht lügen zu müssen und zu behaupten, dass es uns gefallen und geschmeckt hat...
Sonntag, 12. April 2009
Ausschlafen... ins Zentrum fahren... essen... die Lebensgeister regen sich, sind aber faul und unmotiviert...
Mit Hilfe eines geliehenen Reiseführers suchten unsere nächste Unterkunft, denn das erste Hotel wollten wir nur für 2 Nächte buchen. Wir haben in einem kleinen Hostal im Carrer de Feran Glück und buchen eine Nacht. Den Rest des Tages irren wir ziemlich ziellos herum. Es regnet. Schliesslich fahren wir durchgefroren und miesepetrig ins Hotel zurück. Nach etwas Entspannung und Aufwärmen hat mich Marco in ein Restaurant meiner Wahl eingeladen. Das Restaurant der ersten Wahl war für den ganzen Abend restlos ausgebucht, doch schliesslich entschied ich mich für das Agua am Hafen. Und das war sensationell! Unsere Geschmacksknospen hatten Fiesta und das Ambiente war stilvoll-gemütlich, das Personal sehr freundlich und aufmerksam. Wir hatten einen schönen Abend! Das Highlight war meiner Meinung nach das Dessert: Walderdbeeren mit grünem Pfeffer in Vanillesauce gratiniert! Leute, das war ein Traum! Und obwohl wir zum Ende fast geplatzt wären, haben wir alles weggeputzt!
Montag, 13. April 2009
Ausschlafen... Emails checken... Hey, wir haben ein Couchsurfing-Angebot! Die Stimmung steigt zusehends und wir kontaktieren unseren Gastgeber um die Details zu besprechen.
Wir verschoben uns von Sant Just ins Zentrum und unsere neue Unterkunft, das Hostal Fernando. Die Sonne scheint endlich und es ist warm. Shopping ist angesagt.
Dienstag, 14. April 2009
Wir treffen unseren Gastgeber vor der Katedrale und nach einem kurzen Kaffee fahren wir mit dem Auto der Küste entlang in ein Dorf am Fusse der Berge. Dort treffen wir seine Frau und seine Tochter. Nach Bezug unseres abermals neuen Quartiers fahren wir auf ein Hochplateau, welches eine wirklich interessante Kulisse bietet. Kegelförmige Büsche auf einer offenen Ebene, rauher Wind, Stille. Wir sind die einzigen Menschen.
Danach fahren wir nach einem kurzen Boxenstopp zum Strand, wo Marco etwas Gitarre spielt und das Meer mit seinen Füssen beehrt.
Wir fahren nach Girona, wo wir auch zu Abend essen.Alles in allem ein schöner Tag und wir sind verdient müde, als wir ins Bett sinken.
Mittwoch, 15. April 2009
Wir fahren nach Barcelona und machen die Touri-Bus-Tour.

Wir besichtigen die Familia Sagrada und den Park Güell.



Zurück bei unseren Gastgebern bekommen wir selbstgemachte Tortilla, eingemachte Peperoni (hmmm) und Chorizo zu essen. Sehr fein!
Donnerstag, 16. April 2009
Aufstehen, packen, verabschieden. Wir fahren nach Barcelona und verstauen unser Gepäck in einem Schliessfach am Hauptbahnhof (Sants). Ich will unbedingt noch etwas auf die Shoppingmeile (Avenida Diagonal).
Danach gings schon wieder zum Flughafen und zurück in die Schweiz...
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