Dienstag, 14. Juli 2009

Abenteuer Spaziergang...

Heute war ich auf einem sehr interessanten Spaziergang. Ich habe mir in diesen Ferien vorgenommen so viel wie möglich, am besten jeden Tag, raus zu gehen. Denn das Spazieren im Wald oder am Waldrand entlang tut mir einfach gut und bringt meinen ewig aktiven Verstand zur Ruhe. Ausserdem tut mir der "Cross Crawl*" gut und ich gehe möglichst ohne eine Tasche und ohne die Hände in den Hosentaschen zu vergraben, so dass meine Arme beim Laufen frei schwingen können.

* Cross Crawl: ist ein Ausdruck aus der Kinesiologie und bezeichnet nichts weiter als ganz gewöhnliche Überkreuzbewegungen, die man zum Beispiel beim normalen Laufen macht... das rechte Bein bewegt sich mit dem linken Arm nach vorne u.u. Therapeutisch kann man natürlich auch andere, spezielle Formen dieser Übung machen.

Es war eine herrliche Atmosphäre! Die Zivilisationsgeräusche treten in den Hintergrund. An ihre Stelle treten die Laute des Waldes. Ich geniesse diese Akkustik, denn man hört in den Geräuschen die Tiefe des Waldes, den grossen Raum, der durch die Bäume gestellt wird. Ich wollte gar nicht zählen, wie viele verschiedene Vogelgesänge ich gehört habe.

Aber nicht nur die Ohren kamen auf ihre Kosten, auch die restlichen Sinne wurden reichlich bedient. Ich schwamm förmlich durch die warme Sommerluft und meine Lunge trank dieses köstliche, lichtdurchflutete Elexier. Ich roch warmes, würziges Holz, das ich beinahe schmecken konnte. Ich sog diesen lebendigen Duft in meine Seele ein und nährte sie damit. Ich zeigte der Sonne meine Haut. Ich versenkte meinen Blick in die reifen Kornfelder und verlor ihn im freien Himmel darüber.

Auf dem Rückweg begegnete ich einer kleinen, schwarzen Katze, die ich von früheren Spaziergängen her kenne. Ich ging in die Hocke und rief sie. Sie kam schnurstraks zu mir und liess sich von mir streicheln. Sie genoss dies sehr und begann zu schnurren. Wie Katzen das oft tun, umrundete sie mich, um ihren Kopf immerwieder an mir zu streichen. Doch plötzlich blieb sie hinter mir und als ich nach hinten schaute, meinte ich dass sie sich zum Sprung bereit machte... ich dachte: "Die wird doch wohl nicht auf meine Schulter springen wollen" - und schwupps war sie auch schon genau da, machte es sich bequem und schnurrte in mein rechtes Ohr. Einmalig! Ich fühlte mich wie eine Katzenflüsterin... wie eine Druidin.

All diese einfachen Erlebnisse brauch ich nicht nur als Ressourcen, sondern um mich zu erhohlen und mich an mich selbst zu erinnern...

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