
Gestern war ich im Zoo, um wieder einmal ein bisschen zu photographieren. Ich hatte bei Marcos Nachbar ein paar Bilder aus der Masoala-Halle gesehen und wollte mich auch daran versuchen. Also plante und recherchierte ich akribisch... Zooeintritt CHF 22.-!!! Krass! Vorbei sind die Zeiten, als ich mit dem BIUZ-Ausweis* gratis den Zoo besuchen konnte.
*BIUZ: Biologiefachverein der Universität Zürich

Am Morgen habe ich ausgiebig gefrühstückt, damit das auch ein bisschen herhält und ich nicht alle 2 min. an den Kiosk muss. Fotoausrüstung geschultert, Sportsachen für anschliessendes Pilatestraining bereits an sowie mit ÖV-Plan bewaffnet und los.

Das Wetter hielt leider nicht was es versprach... es war zwar mörderisch heiss, aber von Sonnenschein hab ich nicht viel gesehen... und den hätte ich dringend benötigt in der eh schon pfanzenbeschatteten Masoala-Halle!

Ich wollte eine Session im RAW-Format machen, um meine Photographiererei etwas voran zu bringen. Seit Hans uns leider verlassen hat, muss ich mich ganz allein motivieren...

Heute hab ich dann Capture NX 2 von Nikon heruntergeladen und begonnen meine Bilder durchzusehen. Im Moment versuche ich generell herauszufinden, weshalb meine Bilder irgendwie immer so matt, nicht richtig scharf sind... ja klar, zu wenig Licht ist ein grosser Faktor! Die Blende würd ich gerne immer bis mindestens 8 schliessen und mit einem 300mm Tele brauch ich schon eine Belichtungszeit von längstens 1/300 sek. Wenn sich das Motiv dann noch bewegt... hilft nur noch beten.

Trotzdem konnte ich ein paar gelungende Bilder machen, wie ich finde...

Ich verbrachte ca. 2.5 Stunden in der schweisstreibenden Masoala-Halle, da es einige Gedult braucht die Tiere überhaupt zu entdecken... ich profitierte oft von den anderen Besuchern, die plötzlich angestrengt in den Dschungel starrten und ihren Angehörigen zu beschreiben versuchten wo sie was entdeckt hatten...

Man muss im Zoo auch Glück haben, da die meisten Gehege mittlerweilen so tierfreundlich gebaut sind, dass sich die Tiere auch vor den neugierig gaffenden Menschen zurückziehen können. Ich erwischte die Wölfe, den Schneeleoparden (Mann, ist das ein schönes Tier!), die Seehunde und einen extrovertierten Pfau der mitten auf dem Gehweg eine Siesta einlegte.
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