Die zeltenden Festivaller taten mir einfach leid. Einige werden ihre Zelte im Matsch nie mehr wiederfinden, weil diese von den heranströmenden Menschenmassen einfach in den Dreck niedergetreten wurden. Nicht sehr fein, aber es ist ja so schön ein Schwein zu sein... mit Verlusten war definitiv zu rechnen.
Einmal zwang mich der Matsch sogar auf die Knie, weil ich Marco zu schnell folgen wollte - mein Körper drehte sich, aber meine Füsse blieben wie festzementiert an Ort und Stelle... pflatsch, da war ich auch schon mit den Kien im Dreck und opferte je 3 Schlucke Bier, die ich in beiden Händen für die Jungs transportierte, auf dem Schlammaltar direkt vor die Füsse von 3 fremden Jungs, die mir lachend und mitfühlend wieder auf die Beine halfen und mir gratullierten, dass ich nur so wenig verschüttet hatte von dem wertvollen Festivaltreibstoff...
Und dann gings irgendwann endlich los und Metallica hatte ihren Auftritt. Was soll ich sagen. Es war einfach meeeega! Bei "nothing else matters" hab ich fast geheult...
Hier eine sehr schöne Version mit Orchester für euch:
Auf dem Hinweg hat das Dorf schon recht krass ausgesehen. Horden von Schlammgestalten pilgerten in alle Richtungen und trampelten auf ihrem Weg jede grüne Fläche einfach nieder. Aber auf dem Heimweg sah der Ort aus wie von einem Schlammtsunami überrollt. Der Dreck arbeitete sich sogar bis in den zürcher Hauptbahnhof vor... überall wo wir dann durchkamen, gab es Wiedererkennung von Mitfeiernden und die Leute gaben Kommentare wie: "Guck mal, das ist auch Jonschwil!" Grins, war schon cool.
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